5.45 Uhr versuchte mich Tim das erste Mal zu wecken, jedoch dachte ich da noch nicht ans aufstehen. 15 Minuten später sah das zwar nicht unbedingt anders aus, aber ich stand trotzdem auf und ging duschen. So wirklich erholsam war die Nacht für mich nicht. Der Seegang und vor allem die dazugehörigen Geräusche ließen mich nicht gut schlafen.
Nachdem auch Tim duschen war, weckten wir die Kinder, machten sie fertig und verließen 6:35 Uhr die Kabine. Von Deck schauten wir uns das Ankommen in Schweden an. Es dauerte nicht lang, als die Fahrzeugdecks geöffnet wurden und auch am Van mussten wir nicht ewig warten, eh wir die Fähre verlassen durften.
Wir fuhren ca. eine Stunde, dann machten wir einen Stopp an einer Tankstelle und auf dem Weg zur E6 kamen wir an einem schönem kleinen Parkplatz vorbei. Direkt an den Dünen und nur drei Plätze. Doch wir waren das einzige Auto.
In aller Ruhe bereiteten wir das Frühstück vor und die Kinder spielten etwas.
Für unsere Frühstückspause nahmen wir uns 1 1/2 Stunden zeit und genossen die Ruhe und Aussicht.
Nach dem Frühstück fuhren wir ein ganzes Stück. Auf der Autobahn war relativ Verkehr und zwischenzeitlich staute es sich etwas, aber einen richtigen Stau hatten wir zum Glück nicht.
Kurz nach Göteborg machten wir einen Stopp zum Mittagessen. Dafür fuhren wir auf einen „einfachen Parkplatz“ ohne besonderer Aussicht. Die Kinder mussten unbedingt aus dem Auto raus und sich bewegen.
Zum Essen gab es noch die Reste von gestern Abend, daher ging es ziemlich schnell.
Bevor wir weiterfuhren ging es für uns alle aber noch ein paar Minuten an die frische Luft und man sah direkt, wie sehr die Kinder es genossen.
Nach unserer Mittagspause hatten wir noch knapp zwei Stunden Fahrtzeit bis nach Fredrikstad.
Das Fahren lief an sich ganz gut. Jedoch waren Ella und Emil unglaublich müde, konnten aber beide nicht so richtig einschlafen. Irgendwann schaffte es dann Emil und kurz darauf auch Ella. So wirklich lange schliefen jedoch beide nicht, weil Emil relativ schnell weinend wieder wach wurde.
Kurz vor der schwedisch-norwegischen Grenze tankten wir den Van nochmal und direkt in Norwegen kauften wir in einer REMA 1000 ein paar Lebensmittel ein. Natürlich durfte da ein Polarbröd nicht fehlen.
Wieder im Auto überlegten wir, wo wir die Nacht verbringen wollen. Tatsächlich gab es verschiedene Möglichkeiten und ein bisschen hing es auch davon ab, wohin wir morgen fahren wollen.
Eine halbe Stunde später kamen wir auf dem Fredrikstad Bobilparking an. Der Stellplatz war bis auf einen weiteren Camper leer und wir hatten freie Platzwahl. Für 450 NOK ist dieser zwar nicht ganz günstig, allerdings hatten wir auch alles dabei. Strom, Abwasserentsorgung, Frischwasser, Toiletten und Duschen.
Tim baute die Markise, Tisch und Stühle auf. Und endlich konnten die Kinder sich richtig bewegen und spielen.
Wir hatten richtig großes Glück mit dem Wetter. 20° und Sonnenschein war wirklich sehr angenehm.
Zum Abendessen saßen wir heute draußen, als jedoch die Sonne weg war, wurde es schnell kalt und ich holte den Kindern und mir eine Jacke. Tim durfte ich keine mitbringen.
Nach dem Essen ging Tim mit Ella zu den Sanitäranlagen, machte sie dort bettfertig und ich Emil im Van. Dabei hatte Emil viel Spaß das Fliegengitter runter zu machen und ich stieß mir, dabei ihn abzuhalten, mehrmals den Kopf am Schrank an.
Als Tim und Ella wieder zurück am Van waren, machte er das Bett der beiden runter und ich richtete es ein. Emil hatte sein Nestchen und war absolut zufrieden, Ella jedoch war von der Situation ins Bett zu gehen nicht besonders überzeugt. Sie hat in den letzten 2 Tagen jedoch so wenig geschlafen, dass sie diesen dringend nötig hatte.
Erst lag Tim bei Ella und dann legte ich mich zu ihr. In der Zwischenzeit lief Tim nochmal in eine REMA 1000.
Als er 20 Minuten später wieder zurück kam, fand er uns drei tief und fest schlafend vor.
Da es erst 20:15 Uhr war zogen wir uns nochmal warm an und setzten uns nach draußen. Wir planten wo es morgen hingehen soll und genossen die Sicht auf den Jachthafen. Aber auch wir hatten die letzten Tage wenig Schlaf und gingen daher zeitig ins Bett.