Die Nacht war ruhig, nachdem sich gestern Abend noch ein LKW zu uns dazustellte, kamen im weiteren Verlauf keinen neuen Autos dazu.
Die Kinder kamen auch heute nach dem Aufwachen wieder zu uns und nach ein bisschen im Bett herumtollen begann die tägliche Morgenroutine.
Auch heute war es wieder nebelig und als wir aus dem Fenster schauten, konnten wir sogar sehen, wie es schneite.
Bei 0° ging es dann um 10 Uhr weiter durch das Gletschergebiet. Zwischendurch verzog sich der Nebel etwas, sodass wir sogar den Gletscher sehen konnten.
Wir fuhren vorbei an einigen touristischen Spots, unter anderem Hotels oder Cafés. Diese waren tatsächlich schon alle geschlossen. An den Straßen standen Schilder, dass es sein kann, dass die Strecke gesperrt wird und es wurden überall 2,5-3 Meter hohe Straßenbegrenzungen aufgestellt. Hier wird in Hochtouren an den Vorbereitungen für den Winter/ Schnee gearbeitet.
Der Weg nach unten führte uns auch heute wieder durch steile Serpentinen, eine herbstliche Landschaft und vorbei an den Wasserfällen.
Für unser Mittagessen hielten wir an einem wunderschönen See mit hellblauen Wasser. Dort mussten wir halten, da wir auch vor zwei Jahren hier Mittag gemacht hatten. Und zufälliger Weise erreichten wir diesen direkt zur Mittagszeit.
Wir genossen die Sonne, die Aussicht und die Ruhe. Tim nutzte die Gelegenheit und ließ die Drohne fliegen.
Auch hier gibt es normalerweise einen Kiosk, doch dieser war schon geschlossen.
Nach unserer Mittagspause ging es mit einem Kaffee in der Hand weiter und da „Nach einer Landschaftsroute, vor einer Landschaftsroute“ ist, peilten wir die Nächste an: Trollstigen.
Diese Route führte uns an den Geirangerfjord, wo wir zum ersten Mal in diesem Urlaub auf einen Campingplatz schlafen werden.
Wir bekamen einen Platz direkt in der ersten Reihe und direkt am Fjord. Was für ein Blick.
Als beide Kinder wach waren, zogen wir uns an und gingen durch den Ort.
Wir hatten Ella versprochen ein leckeres Softeis zu essen. Jedoch waren die beiden Stände, welche wir eigentlich anpeilten, schon geschlossen. Doch wir fanden ein Schokoladencafé, wo es selbst gemachtes Softeis gab.
Wir gingen noch ein paar Dinge einkaufen und auf dem Weg zurück zum Van entdeckte Ella den Spielplatz. Tim brachte die Einkäufe weg und Ella und Emil konnten etwas spielen.
Der ursprüngliche Plan war es, den Wasserfall entlang zu gehen, das schafften wir dann leider nicht mehr.
Wir gingen jedoch nochmal los, schlenderten ein bisschen durch die Geschäfte, wo sich Tim eine Jacke und den Kindern jeweils eine Mütze kaufte. Ich betone gern nochmal, dass ich nichts gekauft habe.
Auf dem Rückweg holten wir uns etwas zu Essen und gingen damit an den Van. Tim holte uns die Stühle und den Tisch raus und wir aßen mit Aussicht auf den Fjord.
Wir machten die Kinder bettfertig und während ich sie ins Bett brachte ging erst Tim und anschließend auch ich nochmal duschen. Die Duschen hier auf dem Campingplatz waren leider nicht im Preis enthalten, es war aber doch etwas anderes als im Van zu duschen. Tim erzählte mir, dass er mit den fünf Minuten nicht hinkam und sich am Ende mit eiskaltem Wasser abduschte. Ich buchte mir noch weitere fünf Minuten dazu und konnte mich dann am Ende nochmal ganz entspannt mit warmen Wasser abduschen.
Den restlichen Abend ließen wir dann ganz entspannt mit ein paar Runden bis 10.000 ausklingen.