Die letzte Nacht war sehr stürmisch. Immer wieder wurde ich wach. Ich war kurz davor Tim zu fragen, ob wir nicht vielleicht doch Umparken wollen. Er meinte, dass er ebenfalls immer wieder wach wurde und schon auf eine Reaktion von mir wartete.
Genau heute, als wir pünktlich starten wollten, da wir noch zwei Stunden Fahrt bis Trondheim vor uns hatten, schliefen beide Kinder bis nach um acht. Wir weckten jedoch keinen der Beiden, da sie den Schlaf dringend benötigten.
Wir frühstückten ganz in Ruhe und räumten noch ein bisschen auf.
Deutlich später als geplant, aber ganz in Ruhe, starteten wir 10:30 Uhr in Richtung Trondheim.
Wir fuhren entlang der schönen Landschaft und des Fjordes. Während der Fahrt schrieb ich ein bisschen Tagebuch, filmte und schoss ein paar Bilder.
Während der Fahrt begann es immer mal wieder zu regnen und hörte dann wieder auf. Bei Wetter.com beobachtete ich das Regenradar und spätestens halb zwei sollte es aufhören.
In Trondheim angekommen suchten wir nach einem Parkplatz. Hier gab es relativ viele entlang der Straßen, diese waren jedoch alle auf 3 Stunden Parkdauer begrenzt. Wir gingen aber nicht davon aus, dass wir so lang hier bleiben würden.
Im leichten Regen gingen wir dann als erstes Richtung Trondheim Torg und von da aus navigierte ich uns zu einem Sprell. Die Kinder spielten diesen Urlaub viel mit den Schleich Tieren und daher hatten wir die Idee einen Elch für die Beiden zu kaufen.
Am Sprell angekommen, gingen wir durch die Gänge des Spielzeuggeschäfts und auch wir könnten da einiges kaufen. Ella war hingegen wahrscheinlich so geschockt von der Masse an Spielzeug, dass sie einfach still im Wagen sitzen blieb und beobachtete.
Ziemlich schnell fand Tim den Aufsteller mit den Tieren. Es waren zwar keine Schleich Tiere, aber sie waren diesen identisch. Es gab verschiedene Varianten. Einen ohne Geweih und zwei mit. Ella suchte sich einen mit Geweih aus und Emil bekam den Elch ohne Geweih. Abends schauten wir uns die Tiere genauer an und stellten fest, das Ellas Tier eigentlich ein Rentier ist. Aber davon haben wir diesen Urlaub auch einige „Achtung Rentier“ Schilder gesehen.
Ella und Emil hatten beide ihre Tiere in der Hand und wir drehten noch eine schnelle Runde durch das Geschäft, bevor wir zur Kasse gingen.
Auf dem Weg zurück zum Trondheim Torg kamen wir an einer Bäckerei zur Selbstbedienung vorbei. Diese hatte verschiedene herzhafte Gebäcke, welche sich als Mittagessen eigneten. Ella und Emil aßen einen Brezeldog und für Tim und mich gab es Pizza.
Am Trondheim Trog war es eine REMA 1000, diese besuchten wir, da wir für Emil neue Windeln benötigten.
Wir schlenderten durch ein paar Sourvenir Geschäfte und auf dem Rückweg holten wir mir einen Pumpkin Spice Matcha und eigentlich wollten wir dort auch eine Zimtschnecke kaufen, doch die gab es leider nicht. Also begann die Suche. Wir irrten ein bisschen durch die Innstadt, natürlich auch nach 13:30 Uhr noch im Regen. Gefühlt wurde dieser ab halb zwei noch stärker. Ella lief allerdings große Teile der Strecke selbst und hatte danach nur nasse Socken.
Im Auto überlegten wir, was jetzt der Plan ist. Chat GPT schlug mir zwei verschiedene Indoorspielplätze an und als Alternative das „Pirbadet“, ein Erlebnisbad in Trondheim, direkt am Kreuzfahrtanleger. Also nichts wie hin.
Wir parkten auf einem großen Parkplatz, welcher wenige Minuten entfernt war. Zum Bad direkt gab es nur ein Parkhaus und dieses war selbstverständlich nicht hoch genug.
Im Bad teilten wir uns auf. Tim und Emil gingen sich gemeinsam umziehen und duschen und Ella und ich. Im Bad trafen wir uns dann wieder. Ein kleines Hindernis jedoch war, dass in der Badetasche zwar eine Verpackung von Schwimmwindeln war, jedoch war diese gefüllt mit Wickelunterlagen und die Windeln waren leer. Tim hatte jedoch erst vor kurzem einen Trick gesehen von einer normalen Windeln den aufsaugenden Teil zu entfernen. So konnten wir diese dann im Wasser nutzen.
Unser erstes Ziel war ein kleineres Becken, welches sich als Wellenbecken herausstellte. Ella war direkt auf und auf und nutzte ihre Schwimmflügel direkt aus. Emil war etwas vorsichtiger und krallte sich an mir fest.
Nach einer Weile im Wellenbecken, gingen wir in das Babybecken und Ella rutschte die Kleinkindrutsche. Diese war extra für die Kleinen und Eltern durften nicht mit rein. Für Ella war das genau das Richtige. Für Emil jedoch wäre es noch nichts gewesen. Die Rutsche war bestimmt zwei Meter hoch und führte in einer Spirale nach unten.
In einem weiteren Becken gab es einen Strudel, durch diesen ließ sich Emil ganz gemütlich treiben, als er Vertrauen in seine Schwimmflügel gefasst hatte. Selbstverständlich waren wir immer bereit sowohl Emil als auch Ella festzuhalten. Sie waren von uns in Dauerbeobachtung. Trotzdem durften sie auch mal ausprobieren frei sich im Wasser zu bewegen und zu „schwimmen“.
Mir wurde dann tatsächlich etwas kalt, also ging ich mit Emil in den Whirlpool. Ella und Tim rutschtennoch ein paar Mal und kamen anschließend zu uns.
Generell konnte man aus dem Bad wunderbar die AIDAsol anschauen, welche direkt vor dem Schwimmbad lag.
Kurz vor 17:30 Uhr wurde es Zeit für uns duschen zu gehen und das Bad zu verlassen.
Tim ging wieder mit Emil und Ella mit mir duschen und uns anziehen.
Kurz vor 18 Uhr verließen wir das Bad und schauten dabei zu, wie die AIDA ausläuft.
Für unser Abendessen suchte uns Tim einen Parkplatz. Dieser war hinter einem Industriehafen und trotzdem hatten wir einen schönen Blick auf einen Leuchtturm und den Fjord.
Nach dem Abendessen machten wir die Kinder bettfertig. Da wir noch etwas aus Trondheim herausfahren wollten, es jedoch schon spät war, sollten die beiden fertig fürs Bett sein. Und das war auch gut so, denn nach nur ein paar Minuten schliefen beide. Das erwarteten wir schon, da Ella heute gar keinen Mittagsschlaf und Emil nur ganz kurz auf dem Weg nach Trondheim gemacht hatten. Und auch das Baden war schließlich anstrengend.
Wir fuhren bestimmt noch eine Stunde bevor wir uns einen Übernachtungsplatz suchten. Wir wurden mit Suchen jedoch etwas unter Druck gesetzt, da Ella plötzlich weinend wach wurde. Die erst beste Möglichkeit nutzten wir, standen auf einem Parkplatz, direkt an der E und schliefen zwischen den LKWs.
Ella und Emil legten wir schnell ins Bett und ich mich noch kurz zu ihnen, bevor Tim und ich den Abend noch bei etwas würfeln ausklingen ließen.