Freitag, 29. Mai 2026 – Flam

Eine neue Stadt, welche wir noch nicht kannten – Flam. 

Meine Nacht war nicht ganz so erholsam. Ella wollte die restliche Nacht mit mir Kuscheln. Daher konnte ich mich nicht bewegen und jedes Mal, wenn ich mich gerade wieder zugedeckt habe, zog mir Ella die Decke weg, nur damit sie diese dann weg strampelte und sich darauf legte. 

Viertel sieben wurde dann auch Emil wach und weckte Ella. Die beiden weckten dann uns. Aus dem Bett heraus sahen wir die wunderschöne Einfahrt durch den Fjord in den kleinen Ort.

Beim Frühstück waren wir trotzdem erst halb neun, da wir doch noch eine Weile kuschelten und duschten.

Das Marktrestaurant war wieder ziemlich voll und wir durften uns an den Tisch eines älteren Ehepaars setzen. Wir kamen ins Gespräch und sie erzählten uns, dass sie noch nie auf einer Kreuzfahrt mit so vielen Kindern waren. Diese Reise war die erste mit AIDA. Sie berichteten uns, dass sie sich immer wundern, wie man das mit den Kindern machen kann und das es doch für diese total langweilig wäre. Doch als wir ihnen erzählten, welche Möglichkeiten es für die Kinder gibt, waren sie ganz hin und weg und sehr interessiert. 

Nach dem Frühstück gingen wir zurück auf die Kabine. Emil spielt etwas und Ella ging ihrer Lieblingsbeschäftigung diesen Urlaub nach – malen. 

Bei richtig schönem Wetter verließen wir das Schiff, ließen ein Bild von Pixels machen und ich holte sogar die Sonnenbrille heraus. Ella war auch heute wieder zu Fuß unterwegs, wobei wir den zweiten Buggy trotzdem dabei hatten. 

Flam ist ein wunderschöner kleiner Ort direkt am Fjord. Es gab verschiedene Wanderrouten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, irgendwo konnte man mit einer Seilbahn auf dem Berg fahren und mit der Flambahn könnte man ebenfalls fahren. Diese ist vom Reisemagazin Lonely Planet zur schönsten Bahnstrecke der Welt gekürt wurden. Wir wären gern damit gefahren, jedoch war alles bis 16 Uhr ausgebucht. 

Wir gingen zu dem kleinen Strand. Ella spielte etwas im Sand und ich konnte meine Augen vom diesem glasklarem Wasser und der Landschaft nicht abwenden. Wir blieben da eine ganze Zeit und genossen einfach. Die Luft hier war auch irgendwie besonders frisch. Unbeschreiblich schön. Schon da hatte ich den Gedanken, dass dies mein Lieblingshafen unserer Reise war. 

Irgendwann konnten wir uns dann vom Strand trennen und machten einen kleinen Pipi-Stopp. Direkt daneben war eine Wiese voller Klee und voller Stolz fand ich das erste Mal ein vierblättriges Kleeblatt.

Tim und ich nahmen uns den Plan mit den Wanderrouten, welchen Tim in der Touristinfo bekommen hat. Darauf sahen wir verschiedene Routen. Wir entschieden uns für eine „einfache“ Route, welche laut Aussage der Dame in der Touristinfo für den Kinderwagen geeignet ist. Diese wurde mit einer halben bis einer Stunde angegeben. 

Der erste Teil der Strecke ging in engen Kurven gut bergauf, doch irgendwann kamen wir an einen großen Absatz und einem Trampelpfad daneben an, wo wir definitiv nicht mit den Kinderwagen fahren konnten. Wir hoben die Wägen den Felsbrocken nach oben und ab da wurde es auch wieder besser. 

Wir nutzten die schöne Aussicht und schossen ein paar Fotos. Der Blick auf den Fjord war wieder atemberaubend schön. Ella und Emil verschliefen die Aussicht. 

Wir folgten weiter dem Rundweg und erreichten eine weitere Aussichtsstelle. Dort waren deutlich mehr Menschen und wir gingen relativ schnell weiter.

Wieder im Dorf angekommen stellten wir uns in die recht lange Schlange der „Flam Bakeri“. Dort kaufte ich uns eine Zimtschnecke mit Pudding. Da diese war so lecker, holte uns  Tim noch eine Zweite.

Als wir wieder an Bord gingen, wurden die Kinder wach. 

Wir brachten die Kinderwagen auf die Kabine und gingen in die Lanai Bar etwas Trinken. Der Kellner fragte uns, wie alt Emil ist und erzählte von seinem 15 Monate alten Sohn. Er erzählte uns auch, dass er immer acht Monate auf dem Schiff und dann zwei/ drei Monate zuhause sei. Er arbeitet schon seit 17 Jahren bei AIDA. 

Ella war so aufgeregt und hatte viel Energie, dass sie nicht still sitzen konnte. Zwei mal fielen Gläser zu Boden und es dauerte nicht lang, dann rannte sie weg. Ich ging mit ihr schon zurück zur Kabine und sie spielte etwas. 

Als auch Tim und Emil an der Kabine ankamen, zogen wir uns um und schnappten die Badetasche. Auf in den Beach Club und ins Wasser. Die beiden haben immer großen Spaß am Baden und mit den Schwimmflügeln wird auch Emil immer sicherer.

Bald wurde es Zeit für das Abendessen. Dafür gingen wir heute nochmal in das East. Wobei wir beide so mit den Kindern beschäftigt waren, dass wir selbst kaum dazu kamen etwas zu Essen.

Wir legten heute 19 Uhr ab. Diese Ablegen sahen wir alle gemeinsam von unserem Balkon aus. Heute sogar mit Schiffshorn und Seil away noch im Hafen. Für uns war es das besonderste Auslaufen unserer Reise bisher. 

Als die Kinder schliefen, gingen Tim und ich tatsächlich noch eine Kleinigkeit im Restaurant „Weite Welt“ essen und schauten uns im Anschluss die letzten Auftritte von Crew meets Band im Theatrium an. Danach fand im Beach Club die Aftershow Party statt und diese war gut gefüllt und die Crew machte Stimmung. 

Ich ging heute schon etwas eher auf die Kabine, da ich ziemlich geschafft war, ich das Bedürfnis nach etwas Ruhe hatte und die laute Musik mich irgendwie störte. Ich nahm mit nochmals das MacBook und schieb ein paar Minuten am Tagebuch. 

In der Nacht hörten wir immer wieder das Schiffshorn.