Donnerstag, 28. Mai 2026 – Maloy

Hallo Molde. Ab jetzt geht es wieder Richtung Süden. Tim und ich hatten die ganze Zeit das Gefühl der Urlaub wäre zu Ende. Doch wir hatten noch den heutigen Tag, noch zwei Tage in denen wir einem Hafen besuchen und dann sogar noch einen Seetag. Das beruhigte uns etwas.

Heute war ein ungewöhnlicher Morgen. Ella kletterte gar nicht zu Emil in Bett und irgendwie war die Laune nicht so ausgeglichen. 

Wir gingen ins Marktrestaurant frühstücken und anschließend zurück auf die Kabine. Dort beeilten wir uns etwas, da ich gesehen habe, dass man heute mit den Clubbies ein Bild machen lassen konnte. Darüber freute sich Ella sicherlich sehr.

Wir verließen das Schiff und irgendwie beeindruckte die Stadt an sich uns nicht so richtig. Die Natur allerdings schon.

Ein bisschen ziellos nahmen wir uns einen Plan, darin waren verschiedene Wege zu einem Aussichtspunkt abgebildet. Diese waren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gekennzeichnet, 

Unser Weg führte uns jedoch zunächst in die Richtung der Halbinsel. Auf dieser befand sich ein Frisbee Club. Direkt am Fjord und zwischen die Bäume hindurch. Da kam Tim direkt die Frage in den Kopf, wie viele da wohl im Wasser landen. Es war schön hier. Etwas abseits der Stadt, mit viel Grün und Wasser. Dazu noch ganz allein. 

Wir wollten trotzdem noch den Aussichtspunkt erreichen. Es war schon halb 12 und ich wurde etwas unruhig, ob wir das überhaupt bis zum Aussichtspunkt schaffen würden, da heute 15:30 Uhr „alle an Bord“ war und ich überhaupt nicht einschätzen konnte, wie lange wir laufen würden. 

Tim bekam mich aber dazu überzeugt. So ging es los, steil bergauf. Ella hatte wenig Interesse sich in den Kinderwagen zu setzen. Sie hielt wirklich gut durch. Zwischendurch fuhr sie mal bei Emil mit. Das hat uns wirklich erstaunt. Es ging wirklich wirklich steil bergauf.
Alle die uns entgegen kamen bewunderten uns mit unseren zwei Kinderwagen. Man hätte auch die entspanntere Strecke gehen können. Jedoch verfolgten wir den Plan, schnell nach oben zu kommen, gemeinsam mit den Kindern die Aussicht zu bestaunen und auf dem längeren Weg nach unten, könnten die Beiden schlafen. 

Kurz vor dem Aussichtspunkt befand sich ein Kindergarten und daneben war ein großer Sportplatz, wo gerade ein Sportevent stattfand. 

Wir genossen eine schöne Aussicht. Bis zum offiziellen Aussichtspunkt hatten wir noch ein Stück und die letzten paar Meter war Ella wirklich geschafft und wollte getragen werden. Selbstverständlich von Mama. Ich nahm sie auf die Schultern und überließ Tim beide Kinderwagen. 

Wir schossen ein paar Bilder und gingen weiter auf einem Rundweg. 

Als wir etwas weg vom Aussichtspunkt kamen, ging ich mit Ella etwas in die Natur, da sie pullern musste. Danach musste sie ganz zu ihrem Bedauern in den Kinderwagen. So langsam wurde es Zeit, dass die Beiden etwas schlafen. 

Der Rundweg war sehr schön, aber auch hier ging es gut bergauf und bergab. Hier waren tatsächlich nicht so viele Menschen unterwegs. 

Für den Rückweg wählten wir den weiteren und entspannteren Weg. Dieser führte direkt durch die Wohnsiedlung. Die Häuser sind alle am Hang gebaut. Oben hatten diese ihren Eingang und nach unten wurden dann die Terrassen über mindestens zwei Etagen gebaut. 

Ca. 14:15 Uhr kamen wir wieder am Schiff an. Ich war sehr froh, dass wir den flacheren Weg zurück wählten, da schon bei diesem merkte ich extrem in mein Knie. Tim nahm zwischendurch die Hüfttrage und befestigte diese am Kinderwagen und seinem Rücken und hatte daher eine kleine Entlastung. 

Emil sorgte auch während des gesamten Ausflugs für Aufsehen. Er zog sich als wir losgingen einen seiner Socken aus und hielt diesem im Mund fest. Dieser wurde dadurch natürlich nass und so konnten wir ihn nicht mehr anziehen. Viele von denen, die uns begegneten, wiesen uns genau darauf hin. 

Heute gingen wir ins Theatrium, tranken einen Kaffee und aßen ein Stück Kuchen. Ella malte und Emil spielte mit seinem Steckwürfel und seinem Tut tut Flitzer.

Tim und Ella gingen gemeinsam Baden. Emil schlief heute Mittag nicht besonders viel, daher dachte ich, wenn ich ihn in den Kinderwagen lege, würde er nochmal schlafen. Ich nahm mir das MacBook mit in den Beach Club und schrieb etwas am Tagebuch. Jedoch kam Emil nicht so recht zur Ruhe und so spielten wir etwas. 

Als Tim und Ella fertig waren mit Baden, gingen wir auf die Kabine und machten uns bereit für das Abendessen. 

Heute ging es ins Bella Donna. Die Essensauswahl gestaltete sich als schwierig. Die Kinder lehnten alles ab, also gab es Brot. Dabei war das Essen so lecker.
Emil war unglaublich müde und weinte sehr, also ging ich mit ihm schon vor und als Tim und Ella kamen, lag er schon im Bett. 

Vermutlich durch die Unruhe, die durch das Bettfertig machen mit Ella entstand, wurde Emil wieder unruhig und kam schlecht zur Ruhe. Ich lag mittlerweile mit Ella im Bett und sie wurde langsam ruhiger. Tim ging mit Emil im Kinderwagen über das Schiff spazieren.

Als dann beide Kinder schliefen, gingen Tim und ich in die Sauna. Wir schafften sogar drei Saunagänge. Eigentlich gingen wir immer in den Außenwhirlpool auf der Backbord Seite, heute war dieser jedoch aufgrund von Wind gesperrt und wir mussten auf die Steuerbord Seite wechseln. Dort kam die Sonne raus und wir sahen sowohl vorbeifahrende Frachtschiffe, als auch ein weiteres Kreuzfahrtschiff. 

Nach unserem ein einhalbstündigen Saunagang holten wir uns noch Getränke und setzten uns im Hellen auf den Balkon. 

Dort wollten wir gern die Einfahrt in den Fjord anschauen, doch Dreiviertel eins machte uns Ella einen Strich durch die Rechnung und wurde wach. Tim ging mit ihr Pullern und ich räumte die Decken und Gläser nach drinnen. Dann wollte Ella mit mir kuscheln.