Montag, 25. Mai 2026 – Alesund

Heute Morgen legten wir in Alesund an.

Wie es mittlerweile schon zur Tradition wird, klettert Ella morgens nach dem Aufwachen mit in Emils Bett. Mir jedoch fiel es schwer die Augen zu öffnen, da die Nacht nicht besonders lang war.

Wir machten uns für den Tag fertig und gingen auch heute wieder zum Frühstück ins Marktrestaurant. Heute wusste ich nicht so recht was ich frühstücken sollte, da ich mich fest auf ein Omelett eingerichtet hatte. Die Schlange war allerdings so lang, dass ich wieder heraus trat. 

Heute setzte sich an unseren Tisch ein älteres Pärchen. Die beiden kamen mir bekannt vor und als ich dann vom Kaffee holen wieder kam, fiel mir auch ein weshalb sie mir so bekannt vorkamen. Das waren die Beiden, die uns in Bergen mit auf die Toilette genommen haben.

Nach dem Frühstück gingen wir auf die Kabine und Tim und ich waren uns ohne Worte einig, was wir heute machten wollen. Ein Besuch im Aquarium. Dort waren wir vor zwei Jahren schon, als wir mit dem Wohnwagen hier waren. 

Tim suchte uns eine Verbindung mit dem Bus, da man bis zum Aquarium eine Dreiviertelstunde laufen würde, es schon wieder stark regnete und es zudem auch schon etwas später am Vormittag war.

Wir waren nicht die einzigen, welche sich auf dem Weg zum Bus begaben. 

An der Bushaltestelle standen wir gemeinsam mit einer großen Gruppe, welche ebenfalls zwei Kinderwagen dabei hatten und weiteren Paaren. Zudem regnete es so sehr, dass meine Jacke trotz neuer Imprägnierung durchweichte. 

Als der Bus dann nach ein paar Minuten endlich kam, war dieser schon absolut voll und der Busfahrer stieg sogar aus, um zu sagen, dass er keine Kinderwagen mehr mitnehmen durfte. Die anderen ließen die Kinder aussteigen und klappten die Buggys zusammen. Wir allerdings hatten den großen Buggy dabei, welcher sich nicht so klein zusammen klappen lässt. Tim fragte den Busfahrer nochmal. Man merkte ihm an, dass er überlegte uns doch mitzunehmen. Jedoch meinte er auch, er wäre schon über sein Limit. Na toll.. Der einzige Bus, der dahin fuhr und aufgrund des Feiertags, der einzige in der Stunde. 

Der Bus fuhr los und wir überlegten, was wir machen. Laufen kam eigentlich aufgrund der Zeit und des Regens nicht in Frage. In diesem Moment fuhr ein Hop on hop of Bus in die Haltestelle. Tim fragte den Fahrer, ob er in die Richtung des Aquariums fuhr. Dies bestätigte er, allerdings konnte er kein Ticket bis dahin ausstellen und man hätte den vollen Tagespreis von 80€ pro Person bezahlen müssen. Tim erklärte ihm die Situation und man merkte dem Fahrer an, dass er hin und hergerissen war. Schlussendlich ließ er uns einsteigen, ohne zu kassieren und der nächste Halt war direkt vor der Tür des Aquariums. 

Im Aquarium sahen wir kleine und große Fische, verschiede Arten von Krabben und im Außenbereich Pinguine, Robben und Otter. 

Alles schafften wir gar nicht, da die Kinder schon wieder voller Eindrücke waren und die Laune langsam kippte. Wir aßen noch eine Kleinigkeit zum Mittag und verließen das Aquarium. Der Besuch war trotzdem sehr schön und wenn wir irgendwann wieder in der Nähe sind, werden wir wieder hingehen.

Der Regen hatte sogar eine Pause eingelegt, so konnten wir den Rückweg zu Fuß gehen. Ella und Emil schliefen beim Laufen schnell ein.

Wieder am Schiff angekommen, gingen wir durch die Sicherheitskontrolle und ohne Regen gingen wir in die Lanai Bar. Das ist eine Außenbar am Heck des Schiffes. Ella wurde in der Zwischenzeit wieder auf und bestellte sich selbst wie selbstverständlich einen Dodo. Emil schlief noch etwas. 

Dann wollten wir alle nochmal Baden gehen. Also zogen wir uns schnell um und gingen in den Beach Club.

Das Baden genossen wir sehr. Das nicht so angenehme war, dass Ella ständig Pullern musste, wir jedes Mal das warme Wasser verlassen mussten und die Luft mir jedes Mal extrem kalt vorkam. 

So langsam begann wir mit unserer Abendroutine. Auf die Kabine, umziehen und zum Abendessen gehen. Auch heute wieder im Marktrestaurant. Von da aus sahen wir schön, wie wir 18 Uhr ablegten.

Nach dem Essen machten wir Ella und Emil bettfertig und als beide schliefen, wollten wir noch einmal in die Sauna.

Im Spa and Soul fand heute ab 19 Uhr die Sauna Night statt. Vor dem Eintreten, wollten wir an der Rezeption eigentlich noch fragen, ob wir einfach reingehen können. Da dort aber die beiden Angestellten mit einer Reservierung beschäftig waren und uns auch nach ein paar Minuten immer noch ignorierten, entschlossen wir durch das Drehkreuz zu gehen. Bevor Tim seine Karte auflegte, sagten sie Hallo und nach dem Durchtreten hielt uns eine der Beiden auf. Sie sagte nur, dass drin ein Event stattfand. Tim hatte sich mit der Bordkarte jedoch schon für ein Flexticket registriert. Als er fragte, wieviel es die letzte Stunde noch kosten würde, nannte sie uns den Preis für den gesamten Abend – 70€. Wir wollten wissen, was jetzt mit den 7,50€ vom Flex Tarif ist, aber wir hatten das Gefühl sie verstand überhaupt nicht, was wir meinten. Sie sagte immer wieder, dass in der Sauna ein Event stattfand. Wir hatten keine Möglichkeit uns mit ihr zu verständigen. Sie sprach kein Deutsch und wir hatten das Gefühl, sie konnte auch nur ein paar Brocken Englisch. Allerdings holte sie nach ein bisschen hin und her ihre Managerin. Diese erkälte uns dieses Sauna Event verständlich. Es gab an diesem Abend ein geführtes Saunieren und ein späteres dazu stoßen war nicht vorgesehen. Da es sich nur noch um die letzte Stunde handelte und eh nicht viel los war, ließ sie uns noch eintreten. Tim sagte ihr auch, dass wir auch verzichten und morgen wiederkommen können, aber sie bestand darauf. 

Als wir die Sauna wieder verließen schauten wir uns den Club D6 an, tranken ein Getränk und an der scharfen Ecke gab es eine Curry Wurst. 

Geschafft von dem langen Tag und voller Bewunderung, dass es immer noch so hell ist, fielen wir ins Bett.