14.03.2025 – Margaret River

Erstes Ziel des heutigen Tages war das Dolphin Discovery Center. Es liegt in einer Bucht und darin sind ca. 200 Delfine beheimatet. Sie sollen geschützt und erhalten werden. Manchmal kommen sie bis fast ans Ufer. Gestern hatten wir gelesen, dass sie in den letzten Tagen immer so 08:00 Uhr da waren, also sind wir beizeiten los, um pünktlich am Strand zu sein. Es begann total entspannt, keine Sichtung, auch nicht weiter draußen. Wir kauften uns Eintrittskarten fürs Aquarium und plötzlich begann eine leichte Aufregung.

Am Strand angekommen, sahen wir ihn, oder besser sie. Es war ein Weibchen. Die Volontäre bewachten, dass keiner zu weit ins Wasser geht. Insgesamt waren so 15 – 20 Personen am Ufer. Es war wirklich faszinierend.

Natürlich besuchten wir auch das dazugehörige Aquarium, mit der Möglichkeit, Seesterne zu streicheln und viele bunte Fische zu sehen.

Gleich gegenüber ging es zum Mangroven Bordwalk. Es sind wohl die südlichsten Mangroven in Australien. Schon faszinierend, diese Pflanzen im Wasser – und der Duft überall. Aber schwimmen wollte ich in dem Tümpel nicht, auch wenn es möglich gewesen wäre – der Spaziergang war völlig ausreichend.

Danach fuhren wir weiter zu einem Frischemarkt. Eine Verkäuferin an der Kasse eines Supermarktes auf dem Weg Richtung Süden hatte den uns empfohlen – und es war echt beeindruckend. So viel gut sortiertes Obst, Gemüse, Käse. Fleisch – meistens hier aus der Region. Das war echt faszinierend. Wir mussten aufpassen, dass wir beim Kauf nicht übertreiben, unser Kühlschrank fasst nur 80 Liter.

Nach einem Zwischenstopp in der Post sind wir tatsächlich mal ein bisschen voran gekommen.

Heute waren wir schlauer als gestern und haben bereits zu Mittag eine Campingplatz gebucht. Mal sehen, wann wir den erreichen und ob er einigermaßen schön sein wird.

Wir kommen an Busselton Jetty vorbei. Hier gibt es die längste Seebrücke der südlichen Hemisphere. Natürlich halten uns 1,8 km nicht davon ab, nach hinten zu laufen. Man könnte auch mit dem Zug fahren. Aber der ist so langsam, dass es sich nicht lohnt. Gebaut wurde dieser Steig schon ca. 1862 als Anlegestelle für Schiffe, die Bauholz sogar nach London und Indien transportierten. Er wurde immer mal wieder umgebaut und verlängert und war bis 1972 in Betrieb. Danach wurde es eine Touristenattraktion. Leider war ein Besuch des Unterwasserbereiches nicht möglich. Aber lustig war der Spaziergang trotzdem. Als Belohnung gab es leckeres Eis. Es war ja auch schon nach 12.

Wir kommen an riesigen Weinfeldern vorbei und müssen direkt stoppen. Es hängen sogar noch ein paar vergessene Trauben dran – sehr süß und sehr lecker. Wir finden einen Parkplatz, wahrscheinlich für das Selbst-Ernten der Trauben. Er ist komplett leer, also ideal für einen Kaffee. Jan spielt derweil mit seiner Drohne.

Noch eine Stopp legen wir in Cowaramup ein. Der Name hat nichts mit Kühen zu tun. Vermutlich ist es ein Begriff für ein Känguru der Indigenen. Aber überall sind Kühe aufgestellt. Es gibt selbstgemachtes Eis und niedliche Läden. Über die Straße wird man wegen des Verkehrs mit einer Lotsin geführt.

Gegen halb 6 erreichen wir den Campingplatz. Er ist richtig schön und mit 34,00 $ auch preislich OK. Wir bauen unser Dachzelt auf und räumen endlich unsere Sachen ein wenig sortiert hin und her.

Wir haben noch etwas Zeit, also laufen wir die ca. 15 Minuten zum Strand. Es ist herrlicher Wellengang. Wir versuchen es trotzdem. Ich komme eigentlich über zwei Meter nicht hinaus, dann haut es mich mit voller Wucht durch die Gegend. Wahnsinn, auch der Rückzug ins Meer. Ich habe zu tun, überhaupt wieder aus dem Wasser zu kommen. Also wegen Haien muss ich mir hier wohl keine Sorgen machen, ich komme nicht weit genug ins Wasser. Trotzdem ist es ein Riesen-Gaudi.

Zurück am Campingplatz, muss ich erstmal duschen, denn mein Badeanzug ist komplett voller Sand. So kann ich nicht zu Bett gehen…

Wir genießen noch ein leckeres Abendbrot und einen Wein hier aus der Region und fallen wieder einmal geschafft ins Bett…