13.03.2025 – Autotausch/ Abschied aus Perth

Heute schlafen wir aus. Erst 07:30 Uhr klingelt der Wecker. Eigentlich war Regen gemeldet, aber zum Frühstück ist es herrlich warm.

Kurz nach 9 starten wir in Richtung Fremantle. Wir checken alles nochmal: Toyota Hilux muss in der Nähe vom Riesenrad abgeholt werden, Fahrzeug ca. 30 Minuten. Der Mitsubishi kann nun ebenfalls in Fremantle abegeben werden, ca. 1,5 km entfernt. Da ich keinen Wert auf selbst fahren lege, überlegen wir die Strecke dann zu laufen. Ich scheue mich, ehrlich gesagt, das große Auto zu fahren und dann auch noch auf der falschen Seite…

Pünktlich 09:15 Uhr stehen wir vor einem Haus mit vielen Briefkästen und einer Einfahrt für Autos. Aber wir sehen nix, wo man klingeln könnte. Ich versuche eine allgemeine Klingel, aber keine Reaktion. Sind wir hier richtig? Also suchen wir die Telefonnummer der Vermietung und rufen an. Nina teilt uns mit, dass sie umgezogen sind und jetzt im Osborne Park beheimatet sind.

Das ist einmal komplett durch Perth hindurch, direkt durch die Innenstadt. Ich stelle mir vor, wie ich das nachher alles zurück fahren muss und bin darüber gar nicht glücklich.

Nach einigem Suchen und erneutem Kontakt mit Nina finden wir in einem Hinterhof die Vermietung. Paul begrüßt uns gleich. Er ist super freundlich und erklärt uns fast eine Stunde lang den Camper. Ich bin echt erstaunt, was er alles hat.
– zwei Kocher,
– Kühlschrank,
– Frischwasser,
– Dusche,
– ein Funkgerät,
– eine Antenne für WLan,
– ein Notfalltelefon,
– zwei Ersatzrräder,
– ein Gerät zum Druckausgleich für die Räder (im Outback sollten wir nicht ganz so harte Bereifung fahren…)
uvm.

Das Highlight ist, dass Paul uns vorschlägt, für uns den Mitsubishi nach Fremantle zu fahren und dort abzugeben. Ich bin super froh über dieses Angebot. Nur sehr kurz denke ich darüber nach, dass das auch schief gehen könnte.

Und weil wir nun wieder auf der Nordseite von Perth waren, sind wir direkt nochmal zum Outdoorladen gefahren.

Als wir reingehen, fühlt sich die Luft schon sehr gewittrig an und dann geht es auch gleich los: Starkregen und Gewitter. Ein Grund mehr für uns, uns sehr ausführlich umzuschauen.

Kurz nach 1 starten wir in Richtung Bunbury. Die Fahrt soll ca. 3 Stunden dauern. Es regnet. Gegen 4 halten wir für einen Kaffee, dann geht’s weiter. Kurz darauf kommen wir an einem Supermarkt vorbei. Wir halten und kaufen nun etwas mehr ein, denn es soll ja mal für mehr als einen Tag reichen.

Dabei vergeht die Zeit, also los geht’s – Campingplatz suchen. Wir kommen am Delfin Zentrum vorbei und schauen uns ein wenig um. Ein Deutscher, der hier arbeitet und gerade Feierabend hat, spricht uns an. Er zeigt uns die Delfine, die hier das ganze Jahr über in der Bucht leben und mal mehr oder weniger an Land kommen. Leider fallen alle Ausflüge wegen des schlechten Wetters morgen aus.

Wir müssen weiter, als wir zum Campingplatz kommen, wird es langsam dunkel. Der Platz ist leider auch nicht für Dachzelte erlaubt. Also suchen wir den nächsten Platz – den gibt es gar nicht mehr. Der nächste Platz ist voll und es ist auch niemand mehr zu erreichen, zum Buchen. Inzwischen ist es dunkel und wir hätten wirklich gern heute, zum ersten Mal, das Zelt bei Licht aufgebaut, um auch alles richtig zu machen.

Da auch alle anderen Optionen voll sind, ziehen wir die Reißleine und checken im einzigen freien Hotel in der Gegend ein. Wir genießen ein köstliches Abendbrot und freuen uns auf morgen. Es soll beizeiten an den Strand gehen. Mal sehen, ob wir nochmal Delfine sehen.