Früh um 7 wurden wir von einer Straßenreinigungsmaschine angehupt, da wir am Seitenrand standen. Das war uns nicht geheuer, da wir dort ja wild gecampt hatten. Somit sagten wir San Fran-tschüss-co, schmissen uns in unsere Klamotten und fuhren 10 nach 7 los.
Unterwegs führte uns die Straße an der Pazifik-Küste entlang. Dann hielten wir bei einer Ausbuchtung an und machten Frühstück mit Blick aufs Meer. Anschließend fuhren wir weiter. Eigentlich wollten wir noch Baden, doch da es so zeitig (ca. u 8) war, war die Sonne noch nicht über den Bergen aufgegangen und noch recht frisch. Deshalb verewigten wir uns nur im feuchten Sand und fuhren weiter. Unterwegs machten wir Mittag bei Taco Bell und kauften bei Walmart Feueranzünder und ein Feuerzeug, weil unseres weg war (P.S.: am Abend haben wir es wieder gefunden).
Unterwegs kamen wir an einem Wasser-Reservoir vorbei. Da es dort ein Visitor-Center gab, erkundigte sich Ben über das Wasserkraftwerk, was sich dort befand. Als er wieder kam, erzählte er mir, dass das Reservoir nur noch 30% Füllhöhe hat. Kalifornien hat im Sommer ein Problem mit Wasser- und Stromknappheit. Was man an dem Reservoir und den ganzen ausgetrockneten Flüssen sieht. Unterwegs sind am Straßenrand oft Schilder, auf denen steht, dass man nach um 3 nachmittags Strom sparen soll und Elektro-Autos darf man in der Zeit auch nicht laden.
Nach diesem Stopp fuhren wir eine ewig lange und kurvige Straße zum Yosemite Nationalpark und machten keine Pausen mehr. Kurz vor dem Eingang kamen Warnschilder, dass man bis um 4 nachmittags eine Reservierung braucht, um in den Park zu kommen. Fünf Minuten vor 4 waren wir da. Die Frau am Eingang drückte uns einen Plan vom Park in die Hand und meinte, dass wir nochmal umdrehen müssen und in fünf Minuten wieder kommen sollen. Das taten wir, da wir keine Reservierung hatten und nach 16 Uhr war das Office geschlossen. Gut, dass wir noch etwas eher da waren, so hatten wir zumindest einen Plan, wo wir lang fahren mussten. Im Tal bei Yosemite Valley angekommen wollten wir einen Campingplatz buchen. Am ersten Office angekommen, meinte der nette Mann, dass man hier nur Lodges und Premium Zelte buchen kann und dass die Campingplatzverwaltung ein paar Hundert Meter weiter ist, wir uns aber beeilen sollten, da es bald schließt. Also wir da hin. Die junge Frau sagte uns, dass sie erstmal schauen muss, ob überhaupt noch etwas frei ist und ob das Internet geht, da wir hier mitten im Nationalpark sind. Nach ein paar Minuten kam sie wieder und meinte, dass noch ein paar Plätze frei sind und dass das Internet auch geht. Gott sei Dank!
Nach dem Einchecken fuhren wir zu unserem Campingplatz. Dieser war direkt bei den Toiletten. Außerdem hatten wir einen Randplatz, somit waren wir an einem idyllischen Fluss. Checkpot! Da wir schon halb 5 am Campingplatz waren, schrieben wir Postkarten und planten für den kommenden Tag eine 10 km Wanderung im Yosemite Valley. Da wir noch das Feuerholz aus dem Yellowstone hatten und zuvor Feueranzünder gekauft haben, machten wir Feuer und ließen den Abend mit amerikanischem Bier und ein paar Spielen ausklingen.














