Der Wecker klingelte zum Sonnenaufgang, aber wegen der Wolken war es noch ziemlich dunkel. Also haben wir uns einfach nochmal umgedreht.
Der Morgen startete mit einer Dusche auf dem wirklich sauberen Campingplatz und einem leckeren Frühstück (Müsli, Joghurt, Kaffee).
Gegen 8 waren wir am Walk. Es war wirklich nicht weit bis zur Aussichtsplattform. Aber der Weg, die Ruhe und dann der Blick – herrlich. Kaum wollten wir umkehren, begann es zu grollen am Himmel und endete in einem Regenguss,
Ziemlich durchnässt kommen wir im Auto an und sind froh, dass wir keine längere Tour geplant hatten.
Unser Weg führt uns nun zum Ende des Nationalparkes und dann weiter über ca. 120 km unbefestigte Straße in Richtung Alice Springs.
Ca. 40 km der graveled Road haben wir hinter uns als der Regen wieder einsetzt. Und das führt bei mir zum Ausquetschen des Haltegriffes am Auto. Wir können nicht mehr schnell fahren, aber es ist auch weniger fahren als mehr schwimmen und in unregelmäßigen Abständen kreuzen Wasserläufe die Straße, deren Tiefe nicht immer genau abzuschätzen ist. Und immer, wenn keine anderen Hindernisse stören, stehen plötzlich Tiere auf der Straße – Kamele, Pferde oder Kühe.
Zum Glück wird der Regen weniger und die Straße ein wenig besser. So schaffen wir das unbefestigte Stück auch unbeschadet.
Inzwischen ist es nach 2 und wir verspüren ein Hüngerchen. Da es auch auf Grund des Regens nur knapp über 20 Grad sind, wollen wir kochen. Der erste Platz, den wir finden, ist schön, aber super windig. Etwas weiter führt eine unbefestigte Seitenstraße nach 5 km zu einem sehr schönen Day Use Area. Zu dem Bereich gehört noch ein kleiner kostenloser Campingplatz und ein riesiger Busparkplatz. Alles ist leer. Wir fragen uns, wann hier eigentlich die vielen Menschen sein sollen. Später finden wir heraus, dass es hier einige Wasserlöcher gibt und in diesem hier kann man sich fast 1 km treiben lassen. Aber zur Zeit ist kaum Wasser da (wie unsere liebe Drohne herausfindet) und so möchte da niemand baden.
Wir kochen Nudeln mit Tomatensauce. Und kaum ist das Essen fertig, hören wir Donner. Das kennen wir doch schon! Ja richtig, wenige Minuten später regnet es in Strömen. Also essen wir in Ruhe, gönnen uns einen Kaffee und fahren erst weiter, als es wieder trockener ist.
Entgegen meinen Befürchtungen sind die 5 km Rückweg nicht so schlimm, wie erwartet.
Etwas später sehen wir einen Verweis auf ein Elery Creek Big Hole. Das klingt nach einem weiteren Wasserloch, das müssen wir uns mal anschauen. Und wir haben Glück, vom Parkplatz bis zum Wasser sind es nur ca. 200 m. Wir sind ganz allein und testen das angeblich so kalte Nass. Wir schätzen, es hat etwas über 23 Grad. Die Erfrischung ist herrlich. Wir genießen das Baden und den herrlichen Blick auf das Gebirge dabei.
Ca. 1,5 Stunden später sind wir in Alice Springs. Wir suchen den Anzac Hill, wo wir schon vor 27 Jahren gewesen sind und fotografieren die Stadt. Wir wollen noch Tanken und Einkaufen. Aber wir können der Stadt auch heute nicht wirklich etwas abgewinnen. Das Herz vom Outback ist ein Versorgungszentrum mit relativ viel Grün und auch schön angelegt und doch nichtssagend irgendwie. Für uns ist klar, wir fahren noch ein bisschen und suchen uns einen ruhigen Platz zum Schlafen.
Den finden wir dank WIKI nach ca. 45 Minuten, noch vor der völligen Dunkelheit. Wir essen und ziehen uns nach drinnen zurück. Dort hören wir leise den Regen – ein ideales Geräusch zum Einschlafen.





















































































