Bereits gestern Abend hat Jan sich über ein komisches Geräusch bei uns in der Nähe gewundert. Er meinte, es klingt, als ob ein LKW bremst. Ich habe nix gehört. Aber dann, gegen halb 3, habe ich es laut und deutlich gehört. Ich musste Jan leider wecken. Durch unser Nachtsichtgerät haben wir es gesehen – Kamele – nur wenige Meter weg von uns. Wir haben sie bestaunt, dann, beim Heulen der Dingos und dem Gurgeln der Kamele, sind wir wieder eingeschlafen.
Einen Wecker benötigten wir heute nicht. Ein Kamel hat vor unserem Zelt so laut gewiehert, dass wir beide aufwachten. Kurz nach Sonnenaufgang waren wir bereits wieder auf der Piste. Unser heutiges Ziel – der Yulara Nationalpark lag noch fast 300 km vor uns.
Die Straßen waren sehr unterschiedlich. Manche Abschnitte waren geteert, andere unbefestigt. Die Straßen waren schmaler als gestern und der Sand oft weich.
Zuerst kam noch ein Gebirgszug. An den konnte ich mich noch erinnern – der ist mir noch von vor 27 Jahren in Erinnerung. Es folgen noch kurze, gerade Strecken. Dann zeigt er sich – Kata Tjuta. Schon vor 27 Jahren war ich von diesem Teil des Monoliten sehr begeistert und daran hat sich nichts geändert.
Die Silhouette wird sichtbar und nach jeder Kurve sieht man sie etwas näher und größer. Der Stein ist wunderbar zerklüftet und bildet eine schöne Formation.
Natürlich laufen wir hinein, als wir angekommen sind. Zum Glück haben wir unsere Netze mit, die wir über die Mützen ziehen können. So stören uns die Fliegen nicht ganz so sehr. Auch die Temperatur von ca. 35 Grad Celsius fühlt sich gar nicht so schlimm an, da es ein bisschen bewölkt und windig ist.
Zurück am Auto versuchen wir die Fliegen loszuwerden und fahren noch einen Halt weiter. Hier laufen wir nur ein kurzes Stück.
Dann geht es weiter in Richtung Uluru. Natürlich ist der auch sehr beeindruckend, aber es ist eben nur ein runder Stein und nicht so imposant gebildet. Auch hier gibt es Wege, z.B. zu einem Wasserloch, die wir erkunden. Danach liegt das Cultural Center auf unserem Weg. Hier gönnen wir uns eine Känguru-Rolle und einen Kaffee und natürlich besuchen wir den Mitbringsel – Laden und die Kunst der Ureinwohner.
So gestärkt können wir den Uluru umrunden – mit dem Auto natürlich.
Ca. 1000 Bilder später führt uns unser Weg nach Yulara. Dort haben wir vor 27 Jahren übernachtet. Nichts ist wieder zu erkennen. Alles ist größer und touristischer geworden. Wir tanken, gönnen uns ein Eis und fahren ab in Richtung Kings Canyon im Watarrka Nationalpark. Lange haben wir überlegt, ob wir den Umweg fahren sollten, haben uns nun aber doch dafür entschieden. Hoffentlich lohnt es sich auch.
Natürlich geht es auf Sonnenuntergang zu, als wir am ersten Campingplatz vor dem Park ankommen. Übernachten auf den Plätzen am Straßenrand ist hier nicht erlaubt.
Der Campingplatz ist sehr kahl, ziemlich in die Jahre gekommen, soll aber 60 $ kosten. Das ist schon teuer. Da gehen wir lieber das Risiko ein und fahren zum nächsten Platz direkt im Park. Leider ist es kurz nach 7, als wir ankommen. Aber die freundliche junge Frau in der Rezeption erlaubt uns, trotzdem zu übernachten und dafür erst morgen zu bezahlen. Das sind dann 47,00 $ für einen deutlich moderneren Platz. Der einzige Nachteil ist, dass ein Dingo unterwegs ist. Aber der wird uns schon nix tun, er will ja nur essen. Auf dem anderen Platz wurde auch noch vor Schlangen gewarnt, da mache ich mir hier, auf dem Kiesel eigentlich keine Sorgen.
Ringsherum gewittert es. Mal sehen, ob wir morgen wandern können…









































