Heute klingelt der Wecker eher als sonst. Das hat zwei Gründe, wir wollen den Sonnenaufgang sehen und wir wollen heute voran kommen. Aber es wird bereits 18:00 Uhr dunkel und da weiter zu fahren ist nicht besonders sinnvoll.
Gleich nach Sonnenaufgang starten wir, für Frühstück ist es uns noch zu zeitig. Wir sehen Emus, die die Straße überqueren und ein Känguru. Für Bilddokumentation waren wir allerdings zu langsam oder die Tiere zu schnell verschwunden.
Bald sind wir am ersten Roadhouse. Es ist noch vor 9 und zwei Leute sitzen bereits davor und warten. Schnell kommen wir ins Gespräch. Sie kommen ursprünglich aus Kroatien, sind aber vor 34 Jahren wegen des Krieges ausgewandert. Jetzt leben sie in Perth und haben gerade so sieben Wochen oder mehr Urlaub geplant. Sie kommen vom Uluru, wo wir hinmöchten. Da gibt es einiges zu erzählen. Als das Roadhouse öffnet, tanken sie und wir bereiten uns Frühstück.
Dann geht’s weiter. Die Straße ist teilweise sogar geteert, keine Ahnung wie sie das so weit ab von der Zivilisation hinbekommen. Wir ändern jedes Mal brav den Reifendruck und kommen so wirklich gut voran. Die Fahrt ist überhaupt nicht langweilig, es gibt ständig was zu gucken.
In Warburton sind wir kurz nach Mittag. Wir tanken. Im Roadhouse sind jede Menge Ureinwohner unterwegs. Fotografieren ist hier strengstens verboten. Die öffentlichen Toiletten sind nur durch zwei gesicherte Türen zu erreichen. Es ist schon sehr, sehr traurig.
Wir gönnen uns einen Salat und Fish and Chips und fahren weiter.
Das dritte Roadhouse hat bereits geschlossen, als wir es erreichen. Aber wir wollen sowieso nur Fotos machen, denn hier haben wir vor 27 Jahren unseren platten Reifen reparieren lassen.
Lange fahren wir nun nicht mehr. Nachdem wir eine Gruppe Kamele von der Straße gescheucht haben, suchen wir uns einen Platz zum Schlafen.

















