Mittwoch, 17. Juli 2024 – Tag 6

Kurz vor halb acht standen wir heute Morgen auf und während ich damit begann das Frühstück vorzubereiten, begann Tim damit draußen den Restwassertank zu leeren und die Abspannungen der Markise abzubauen. 8:00 Uhr saßen wir dann beim Frühstück.

Satt und gestärkt für den Tag machten wir uns an die restlichen Abfahrtsvorbereitungen. Frühstück wegräumen, aufwaschen, uns fertig machen, Ella umziehen. Die Markise bauten wir ab und hangen den Wohnwagen an. Bevor wir losfuhren befüllte Tim den Frischwassertank. Ca. um zehn konnte es dann los gehen.

Wir verließen Oslo in Richtung Trondheim.

Nach ca. zwei Stunden Fahrt, führte unser Weg an Lillehammer vorbei. Im Reiseführer recherchierte ich ein bisschen und wir entschlossen uns die Skischanze „Lysgardsbakken“ anzuschauen.

Die letzten Meter bis zum Parkplatz gingen steil bergauf und waren ganz schön kurvig. Aber oben angekommen, genossen wir einen wunderschönen Ausblick.

Bevor wir uns auf den Weg zur Schanze machten, gab es Mittagessen und Ella konnte etwas spielen. Sie liebt es aus dem Fenster bei unserem Bett zu schauen.

Nach dem Essen machte ich mir das Tragetuch ran und setzte Ella rein. Da es regnete zogen wir uns Tims zweite Regenjacke an und Ella bekam ihren Regenhut auf. Dann ging es los. Wir begannen die 936 Stufen nach oben zu gehen. An den Stufen wurden die 100er-Schritte markiert. Durch das zusätzliche Gewicht von Ella war es ganz schön anstrengend und nach trotzdem schon über 200 Stufen brauchte ich eine Pause. Uns fehlten noch einige Stufen und Ella saß nicht richtig in der Trage. Während des Laufens wurde diese ein bisschen lockerer und ich wurde unruhig. Tim schlug vor, wieder nach unten zu gehen. Das taten wir.

Wir suchten uns eine Stelle zum Unterstellen. Dort zogen wir die Jacke aus und machten das Tuch fester. Jetzt ging es zum Sessellift. Ich wäre am liebsten nicht damit gefahren, da ich Angst hatte, dass etwas passieren könnte und überlegte Tim allein hochfahren zu lassen. Eine Frau bekam unsere Unterhaltung mit und meinte, dass man mit dem Sessellift nur knapp über dem Boden und nur ganz kurz nach oben fuhr. Sie meinte, ich müsste mir keine Gedanken machen.

Oben angekommen regnete es zwar, die Aussicht konnten wir trotzdem genießen.

Nach erneutem richten des Tragetuchs ging es an der Schanze entlang die 936 Stufen nach unten. Ella nutzte diese Zeit zum Beobachten anderer Kinder und als dies zu anstrengend wurde, schlief sie etwas.

Als wir den Wohnwagen wieder erreichten, kontrollierten wir ihn für die Abfahrt und fuhren weiter.

Unsere Route führte uns durch eine, als besonders schöne landschaftlich gekennzeichnete, Strecke.

Erst wir fuhren lange bergauf und als wir oben ankamen, fuhren wir Kilometerlang über die Hochgebirgslandschaft. Man konnte ewig weit schauen. Immer mal Berge, Seen und Schafe mitten auf der Fahrbahn.

Wir sahen einige Camper parken und überlegten auch anzuhalten. Irgendwann beschlossen wir dann, dass wir bei der nächsten Möglichkeit stoppen würden. Doch es war wie verhext, ab da an kam keine Gelegenheit mehr und es ging wieder bergab und in sehr weitflächig besiedelte Zivilisation.

Tim ärgerte sich, nicht angehalten zu haben, aber das änderte nichts mehr. Ich schaute nach einem Campingplatz, mittlerweile war es schon irgendwann 17:00/17:30 Uhr. Es wurde also Zeit für einen Platz zum Stehen. Die nächsten Campingplätze wurden von Google Maps erst noch ungefähr eine Stunde Fahrt entfernt angezeigt.

Doch plötzlich stand am Straßenrand ein Schild, welches einen Campingplatz ausschilderte. Diesen fuhren wir an. Nicht ganz sicher, wo ich uns anmelden musste, steuerte ich das Tankstellenggebäude an und war dort, wo ich hinmusste. Wir durften uns einen Stellplatz aussuchen und wählten einen relativ weit hinten.

Dort angekommen, parkte Tim den Wohnwagen und ging rein, um die Ausrichtung zu prüfen. Als er wiederkam, meinte er nur, der ganze Wohnwagen sei nass.

Von der Sitzgruppe bis hinter zum Bad. Ellas Spielzeug, welches in einem Korb unter dem Tisch stand. Ellas Stühlchen, welches wir ebenfalls unterm Tisch verstauten. Ein Kissen, welches während der Fahrt runter gefiel. Alles komplett durchnässt. Tim machte sich auf die Suche nach der Ursache, des vielen Wassers. Der Wassertank war noch gefüllt, also lag es nicht daran. Wir begannen damit den Wohnwagen trocken zu wischen.

Als es überall, wo wir rankamen, wieder trocken war, bekam Ella Abendessen. Dann hieß es für sie bettfertig machen und ab ins Bett.

Da es nicht mehr regnete konnten Tim und ich uns nach draußen setzen und auch endlich was Essen.

Was für ein Tag.