08. Juni 2023 – Donnerstag

Der Tag begann, wie schon fast gewohnt, mit einem leckeren, ausgiebigen Frühstück.

08:30 Uhr war Abfahrt mit dem Taxi zur Arbeit. Den Weg zum Büro fanden wir heute schon allein, so dass uns niemand abholen musste.

Wir starteten mit einem kurzen Meeting zu den Aufgaben des Tages und der restlichen Woche und schon konnte es losgehen.

Zu Mittag wollte uns Chenggen eigentlich zum einem Gericht mit Reis bringen, aber es war schon fast alles alle – außer Nudeln. Somit gab es heute wieder leckere Nudeln – mit Stäbchen. Ich denke, wir werden schon besser beim Essen. Trotzdem sah mein T-Shirt immer noch reichlich bekleckert danach aus. Als Trost lud uns Chenggen auf ein Eis ein – wir wählten „Grünen Tee“.

Der erste Schulungstag war schnell vorüber. Wir wurden mit Fragen gelöchert und es war sehr produktiv.

Da Karsten bereits seit gestern Probleme mit den Ohren hat, haben wir Chenggen um Rat gefragt. Ohne zu zögern, hat er uns alle mit ins Krankenhaus genommen. Da er selbst auch noch nicht dort war, war es eine kleine Odyssee bis wir den richtigen Fahrstuhl, die richtige Etage und das richtige Zimmer gefunden haben.

Bezahlen muss man im Vorhinein. Je nachdem wie viel man behandelt wird, zahlt man hinterher drauf oder bekommt etwas wieder. Nur die ganz schweren Fälle bleiben im Krankenhaus und sie bekommen auch eine Unterstützung zu den Kosten. Man erkennt sie sofort an der gestreiften, einheitlichen Kleidung.

Karsten hatte Glück und durfte wieder nach Hause. Die Behandlung ging sehr schnell und nun hat er ein paar Medikamente, die hoffentlich helfen.

Bevor wir das Haus verlassen haben, fragten wir noch eine Krankenschwester und einen Security-Mann, ob wir sie fotografieren dürfen. Chenggen konnte es kaum glauben, aber sie waren super freundlich und die Bilder sind, meiner Meinung nach, klasse.

Auf diesen aufregenden Tag gönnten wir uns noch ein leckeres Abendbrot, dann ging es auf die Zimmer.

Und weil der Tag noch relativ jung war und ich immer den schweren Rucksack tragen muss und noch gar kein richtiges Yoga gemacht habe (mir fehlt Youtube), gönnte ich mir noch eine Massage. Um 21:00 Uhr hatte ich noch immer die Optionen auf 50, 70 oder 90 Minuten. Für den Anfang genügten die 50 Minuten. Wie so ein junges, zartes Mädchen solche Kraft ausüben kann, ist mir unklar, aber danach bin ich herrlich entspannt und kann schlafen gehen…